Recovery-Kompass
Stell dir vor, du hast einen Kompass in der Hand – aber keinen, der nach Norden zeigt. Dieser Kompass zeigt dorthin, wo du hinwillst. Zu dem, was dir wichtig ist. Zu dem, was dich stark macht.
Der Recovery-Kompass ist dein Werkzeug für den eigenen Weg: für das, was dich stark macht, was dir gut tut und was dir hilft, wenn es stürmisch wird.
Der Recovery-Kompass wurde besonders für Menschen entwickelt, die viele Krisen kennen. Menschen, für die schwierige Zeiten keine Ausnahme sind, sondern immer wieder zum Leben gehören. Menschen mit Psychiatrie-Erfahrungen, mit Traumatisierungen, mit schweren oder chronischen psychischen Erkrankungen, mit Doppeldiagnosen. Der Kompass funktioniert auch, wenn das Leben kompliziert ist – gerade dann.
Er basiert auf dem WHO QualityRights Self-Help Tool und Ansätzen der Resilienzförderung. Er wurde für die Praxis weiterentwickelt und mit vielen kreativen Methoden ergänzt. Er ist dein Werkzeug, nicht unseres.
Er besteht aus drei Teilen: Resilienz-Karten, die sichtbar machen, was dich trägt und was dir Kraft gibt. Ein Alltagsplan mit allem, was gut tut und dir hilft, stabil zu bleiben oder wieder zu werden – und mit deinen Träumen, die darin Platz finden. Und Reaktionsleitfäden für schwierige Zeiten, zum Beispiel ein Krisenleitfaden: Was hilft mir, wenn es stürmisch wird? Wer soll an meiner Seite sein? Was soll auf keinen Fall passieren?
Du kannst den Kompass für dich alleine nutzen. Du kannst aber auch dein Unterstützer:innen-Netzwerk einbinden – Freund:innen, Familie, Ärzt:innen, Therapeut:innen, Sozialarbeiter:innen. Alle können Teil deines Plans werden. Müssen aber nicht. Alles ist möglich, nichts muss.
Wie du den Kompass nutzt? Ganz so, wie es für dich passt. Es gibt keinen festen Fahrplan. Der Recovery-Kompass ist so flexibel wie das Leben selbst. Ärmel hochgekrempelt – und los geht die Entdeckungsreise!
Konzeption:
Design: