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Persönliche Zukunftsplanung
Kann Persönliche Zukunftsplanung Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten unterstützen?
Persönliche Zukunftsplanung bietet einen vielversprechenden Ansatz für die Arbeit mit sogenannten "Systemsprenger_innen" Durch den Aufbau von Unterstützer_innenkreisen können Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten neue Perspektiven entwickeln und Isolation überwinden. Dieser Artikel beleuchtet die Chancen und Herausforderungen der Methode und diskutiert ihre Anwendung im sozialarbeiterischen Alltag.
Gemeinschaft
Welche Impulse kann das Camphill-Modell für die Behindertenhilfe geben?
Die Camphill-Bewegung praktiziert seit über 80 Jahren eine einzigartige Form des inklusiven Zusammenlebens von Menschen mit und ohne Behinderungen. Jenseits von institutioneller Betreuung und gemeindenaher Arbeit bietet Camphill einen "Mittelweg zwischen Utopie und Institution". Welche Impulse kann dieses Modell für die Zukunft der Behindertenhilfe geben, insbesondere im Hinblick auf demographische Herausforderungen und den Wunsch nach mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt?
Eigensinn
Ist Unordnung menschenunwürdig?
Wie weit reicht die Verantwortung eines Bezugsbetreuers, um Ordnung zu fördern? Und welche Grenzen hat ein Vorgesetzter bei der Anweisung, die Menschenwürde durch mehr Ordnung zu schützen?
Berufsethik
Freiwillige Ethik oder Pflicht-Kodex?
Während deutsche Sozialarbeiter*innen in Sachen Berufsethik auf Freiwilligkeit setzen, geht man auf den britischen Inseln den Weg der Verbindlichkeit – mit spannenden Konsequenzen. In Deutschland bleibt die Anerkennung berufsethischer Standards optional über das unverbindliche Berufsregister, während im Vereinigten Königreich alle Fachkräfte verpflichtend registriert sein müssen und sich an einen praxisnahen "Code of Conduct" zu halten haben. Der entscheidende Unterschied? Statt einer umfangreichen, teils praxisfernen Berufsethik wie in Deutschland setzt man in Großbritannien auf einen knappen, verständlichen Verhaltenskodex – ein Modell, das auch der deutschen Sozialen Arbeit neue Impulse für eine breitere berufsethische Verankerung geben könnte, ohne sich in theoretischen Details zu verlieren.
Resilienz
Welche Relevanz haben das Resilienzmodell und die Resilienzförderung für die Eingliederungshilfe (EGH) nach dem SGB IX für Erwachsene mit (drohenden) körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen?
Resilienz - die Fähigkeit, Krisen zu meistern und als Chance für Entwicklung zu nutzen. Dieser Text untersucht, wie das Konzept der Resilienz die Arbeit in der Eingliederungshilfe bereichern kann. Von theoretischen Grundlagen bis zu praktischen Ansätzen wird beleuchtet, welches Potenzial Resilienzförderung für Menschen mit Behinderungen bietet.
Vielfalt
Wie kann eine diversitätsorientierte Soziale Arbeit in der Eingliederungshilfe gestaltet werden, um den komplexen Bedürfnissen von Klient*innen mit Migrationshintergrund und psychischen Erkrankungen gerecht zu werden?
Der Text bietet einen faszinierenden Einblick in die komplexen Herausforderungen der Diversity-orientierten Sozialen Arbeit am Beispiel eines jungen Mannes mit Migrationshintergrund und psychischer Erkrankung. Durch eine detaillierte Fallanalyse werden die vielschichtigen Aspekte von Kultur, Religion, Gender und Behinderung beleuchtet und deren Auswirkungen auf die sozialarbeiterische Praxis kritisch reflektiert. Der Autor plädiert für einen bewussteren Umgang mit Diversity-Themen in der Eingliederungshilfe und regt dazu an, Religion als stabilisierende Ressource für Klient*innen zu verstehen und zu nutzen.
Bezugsbetreuung
Sollen wir Klient*innen ihre Bezugsbetreuer*innen jetzt auch noch selbst auswählen lassen?
Zwischen Selbstbestimmung und fachlicher Expertise gilt es, bei der Auswahl von Bezugsbetreuer*innen die richtige Balance zu finden. Dieser Text beleuchtet anhand konkreter Fallbeispiele, wie ein ausgewogener Ansatz in der Praxis aussehen kann.
Konflikte
Was tun bei länger andauernden Konflikten mit einer Klient*in?
Konflikte mit Klient*innen können in der Sozialen Arbeit zu großen Herausforderungen werden. Wie gehst du professionell damit um, wenn sich Spannungen aufbauen und die Zusammenarbeit schwierig wird? Unsere praxisnahen Handlungsempfehlungen zeigen dir, wie du dich und deine Klient*innen schützen kannst, ohne die Beziehung zu gefährden. Von Dokumentation und Selbstschutz über Teamarbeit und Supervision bis hin zu Deeskalationstechniken und Mediation - hier findest du bewährte Strategien, um Konflikte zu entschärfen und eine konstruktive Arbeitsgrundlage wiederherzustellen.
Positive Verhaltensunterstützung
Was hilft, wenn herausforderndes Verhalten den Alltag bestimmt?
Die Positive Verhaltensunterstützung wurde für Menschen mit geistiger Behinderung entwickelt – aber lässt sie sich auch auf Menschen mit seelischen Behinderungen und starken Verhaltensauffälligkeiten übertragen? Der Ansatz verspricht einen Perspektivwechsel: weg von Symptomreduktion, hin zu Lebensqualität und Autonomie. Nicht das Verhalten steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch dahinter und die Bedingungen, unter denen Veränderung möglich wird.
Foto: Helena Lopes / Unsplash