Teilhabe-orientierte Moderation (ToM)

Manche Gespräche brauchen jemanden, der den Rahmen hält. Nicht die Antworten gibt. Nicht die Richtung vorgibt. Sondern dafür sorgt, dass alle gehört werden – und dass am Ende etwas entsteht, das trägt.

Das ist Teilhabe-orientierte Moderation (ToM). Sie begleitet Entwicklungsprozesse, Zukunftsplanung, Unterstützer:innenkreise, Offenen Dialog. Überall dort, wo Menschen gemeinsam nach Wegen suchen – und wo es darauf ankommt, dass niemand übersehen wird.

Es geht nicht darum, Lösungen zu liefern. Nicht darum, Menschen zu verändern. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen echte Begegnung möglich wird. In denen Verantwortung geteilt wird. In denen alle Beteiligten auf ihre Weise Einfluss nehmen können.

Das ist etwas anderes als Beratung oder Coaching. Dort stehen individuelle Ziele im Mittelpunkt. Hier steht der Prozess im Mittelpunkt. Die Frage ist nicht: Was sollst du tun? Die Frage ist: Wie finden wir das gemeinsam heraus?

ToM ist nicht neutral im Sinne von gleichgültig. Sie ist klar wertebasiert. Die Orientierung kommt aus der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Bundesteilhabegesetz: Mitbestimmung, Augenhöhe, geteilte Verantwortung. Aber diese Werte sind hier keine Paragraphen – sie sind Qualitäten, die in Gesprächen und Entscheidungen spürbar werden.

Die Werkzeuge kommen aus vielen Richtungen: Gewaltfreie Kommunikation, Konsent, personenzentrierte Gesprächsführung, Open Dialogue, Kreise und restorative Verfahren. Keine Methode wird stur angewendet. Alles wird situations- und kontextbezogen kombiniert. Was zählt, ist, was hier und jetzt hilft.

Zusammen mit dem Recovery-Kompass (Orientierung und Selbstermächtigung) und der Achtsamkeits-basierten Recovery (Wahrnehmung und Selbstregulation) bildet ToM den dritten Schwerpunkt bei konsent.berlin. Sie schafft die sozialen und organisationalen Bedingungen, unter denen Entwicklung, Konfliktklärung und Zusammenarbeit auf Augenhöhe möglich werden.

Besonders für Menschen mit schweren oder chronischen psychischen Erkrankungen – dort, wo scheinbar gar nichts mehr geht – kann ToM einen Unterschied machen. Gerade dann, wenn alles festgefahren scheint, braucht es jemanden, der den Rahmen hält. Der dafür sorgt, dass alle an einem Tisch sitzen können. Der Raum schafft für das, was sonst keinen Platz hat.

Zu zweit, zu dritt, oder in ganz großer Runde – wie du möchtest.

Konzeption:

Design: